Musik...macht man Musik oder hört man sie? Irgendwie vermischt sich das häufig bei mir, dennoch kann ich ganz eindeutig sagen: beides. Und das ist gut so!

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Klassik oder Jazz haben nie wirklich den Weg zu meinem Herzen finden können. Ich respektiere sie, zeitweise finde ich sie angenehm zu hören, aber nur vorübergehend. Rock, Pop, Blues und alle Spielarten davon bedeuten mir eindeutig mehr. Eine echte Musikausbildung habe ich nie genossen, der Musikunterricht in der Schule interessierte mich allenfalls mäßig.
Irgendwann wurde es dann Mode, Gitarre zu spielen. Dem konnte ich mich nicht entziehen - zum Glück! Anders als die meisten meiner damaligen Bekannten spiele ich immer noch. Aber Noten lesen kann ich nach wie vor nicht.
Meine Plattensammlung (seien die Scheiben nun schwarz oder silber, wichtig ist doch was drauf ist) spiegelt mit einem hohen Anteil von Musik der 70er und 80er Jahre ziemlich deutlich meinen Werdegang wider. Dennoch bleibe ich gerne auch für Neues offen - was manchmal witzigerweise in für mich neue Musik der 70er und 80er mündet. Meinem Musikgeschmack folgend, schlug ich konsequenterweise nicht den Weg der Konzertgitarre ein. Nein, der richtig volle Sound mußte es schon sein: der ersten Westerngitarre folgte bald meine erste E-Gitarre: eine Gibson Les Paul, die immer noch meine Lieblingsgitarre ist.
Wie groß meine Sammlung mittlerweile ist, kann ich gar nicht so genau sagen; irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Wer will kann das gerne für mich tun und mir dann das Ergebnis mitteilen. Als Belohnung gibt's auch einen warmen Händedruck...
Wie die Popgeschichte selber weist auch meine Sammlung Höhen und Tiefen auf, wobei ich mit letzteren inzwischen gelassener umgehe. Ehemalige Haßfiguren von früher sind mir inzwischen nicht einmal mehr ein Achselzucken wert.
Im Grunde zwangsläufig fand ich mich mit Gleichgesinnten zusammen - E-Gitarre ist kein Instrument zum Alleinespielen.
Neben Auftritten nahmen wir unsere eigene Musik auf. Der brennende Ehrgeiz fehlte allerdings, ein Plattenvertrag oder dergleichen war einfach keine realistische Option. Wer weiß, was hätte passieren können...
Das Ende der Achtziger Jahre war für mich persönlich in musikalischer Hinsicht ein echter Tiefpunkt; in dieser Zeit gewöhnte ich mir tatsächlich das regelmäßige Radiohören ab - und siehe da: mittlerweile brauche ich es gar nicht mehr richtig. Es gibt auch so jede Menge gute CDs, die man sich zulegen kann - zugegeben schlecht für den begrenzten Stauraum... Spätestens mit der Berufsaufnahme nach dem Studium zerstreuten sich die alten Freunde jedoch in alle Windrichtungen. Damit natürlich auch Band- und Musikprojekte. Na ja, man hat schließlich auch nicht mehr die Zeit wie früher.
Und trotz quasi zeitverlustfreien Internetverbindungen sind musikalische Projekte auf die Ferne unheimlich zeitaufwendig, so daß sie eher eine Notlösung als eine echte Option darstellen.
Das Problem ist leider nicht wirklich lösbar. Aber immerhin hab ich seit meinem Umzug nach Düsseldorf eine größere Wohnung. ;-)
Wobei ich allmählich feststellen muß: soooo groß ist sie nun auch wieder nicht...
Häufigere Umzüge sind zweifellos auch nicht die sicherste Möglichkeit, in der örtlichen Musikszene Fuß zu fassen. Also doch wieder nur einsames Werkeln im Hinterzimmer?
Erschwerend kommt hinzu, daß ich mir angewöhnt habe, im Ausland in die Plattenläden zu gehen und die einheimische Musik anzutesten. Dabei stoße ich immer wieder auf wundervolle Perlen, die ich sonst im Leben nicht gehört hätte, abgesehen von den wenigen internationalen Top-Acts, die es dann manchmal doch schaffen. Das müssen allerdings nicht unbedingt immer zwangsläufig die besten sein... Und wie das eben so ist: wenn man nicht mehr damit rechnet, passiert's. Eigentlich wollte ich hier in Düsseldorf nur mit einem Bass-Kurs meine eher bescheidenen Fertigkeiten verbessern. Und irgendwie ergab es sich, daß ich mit zwei Jungs dastand; ob man denn nicht mal zusammen... na bingo!
Drei Bassisten - seltsame Kombination eigentlich. Als dann meine Gitarrenkenntnisse rauskamen, wurde meine Rolle flugs umdefiniert.
Größtes Problem natürlich: der Name. Ich bin ja immer noch für die Fröhlichen Dilettanten! Na mal sehen.
Spätestens zum geplanten Auftritt im Herbst sollte hierüber allerdings dann doch eine Entscheidung gefallen sein.

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